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Kamerun- Schafe

 Kamerunschaf: Die Familie von Papa Sahme Klein und dürr. Aber erkunden geht immer Kamerunschaf: Sahme ruht sich gemütlich aus

Das Kamerunschaf stammt aus Westafrika. Es ähnelt vom Aussehen her dem Urschaf. Die "Schafwolle" wurde den heutigen Rassen erst im Lauf der Zeit angezüchtet. In Deutschland gibt es hauptsächlich Schafe mit kastanienfarbenem Rücken. Sie werden zum puren Fleischverzehr gehalten. Kamerunschafe sind normalerweise eher ängstlich, zurückhaltend und immer fluchtbereit. Die Schafe wachsen schnell, mit vier bis acht Monaten sind sie bereits geschlechtsreif.

Da diese Schafrasse aus Afrika stammt, ist ihr Haarkleid den heißen afrikanischen Temperaturen angepasst. Im Winter wird ihr Haarkleid durch eine Unterwolle ergänzt. Diese ist jedoch nur mit dem Haarkleid eines Araberpferdes zu vergleichen und bietet keinen wirklichen Schutz gegen die monatelangen, kalten europäischen Winter. Selbst einheimische Tiere, die über ein den hiesigen Temperaturen angepasstes Winterfell verfügen überleben nicht immer die kalten Winter.

Daher sollten verantwortungsbewusste Tierhalter dem Kamerunschaf die Möglichkeit bieten einen Stall aufzusuchen, der trocken und zugfrei konstruiert ist.

Die Geschichte von Julian

Julian wurde bei einem Tierhalter geboren, der Tiere zum Fleischverzehr hält.
Seine Geburt war sehr anstrengend und es gab Komplikationen. Die Mutter starb. Der Bauer war hilflos. Er scheute die Arbeit, den kleinen Julian von Hand mit der Flasche großzuziehen. So nahm er das Böcklein unter den Arm und ging mit ihm zu seinem Freund, dem Metzger: "Hier, den kannst du haben, ich kann ihn nicht gebrauchen. Mache Wurst daraus!" Doch der Metzger brachte es nicht über’s Herz, das kleine Wesen zu töten, und so ging er zu seinem Freund, dem Jäger, von dem er wusste, dass er nicht lang rumfackelte: "Mach du’s, ich kann den Kleinen nicht schlachten." Doch Julian bewies seinen ausgeprägten Lebenswillen, und so erinnerte sich der Jäger, dass sein Nachbar auf einen Gnadenhof zum Arbeiten geht. Also ging er zu seinem Nachbarn und sagte: "Wenn du ihn nimmst, kannst du ihn haben. Ansonsten muss ich das Messer nehmen!" Ein kurzer Telefonanruf und es war klar, dass Julian auf den Johannishof kommt.

Da auf dem Hof sowieso gerade eine Kamerunschaf-Familie ein Junges bekommen hatte, kam Julian in die Familie von Sahme (Vater),  Lela (Mutter),
Maya (Erstes Kind) und Salim (zweites Kind, gerade vor 3 Wochen geboren).

Als der kleine Julian zu uns kam, war er für sein Alter sehr klein und dürr.
Selbst das Neugeborene von Sahme und Lela war kurz nach der Geburt schon kräftiger. Aber Julian geht es wieder gut und seine neue Familie hat ihn angenommen.

Der kleine Julian. Hier kann man gut sehen wie mager Julian war. Julian auf Erkundung
Auf diesen Bildern sieht man wie klein und mager Julian war, als er zu uns kam.
Kamerunschaf Salim wird mit der Milchflasche aufgezogen Kamerunschaf Salim im Profil Julian auf dem Arm eines Tierpflegers
Klicken sie auf die Bilder um sie vergrößert zu sehen

 

Die Geschichte von Sahme und Lela

Papa Sahme und Mama Lela sind die leiblichen Eltern von Maya und Salim.
Sie kamen im April 2004 als Paar zu uns. Sie stammen aus einer privaten Nutztierhaltung, die vom Veterinäramt wegen nicht ordnungsgemäßer Tierhaltung zwangsaufgelöst wurde. In einem solchen Fall wird versucht, die Tiere an Tierheime zu vermitteln oder sie werden getötet. Nachdem die Vermittlungsanfrage vom Veterinäramt schließlich den Weg zu uns gefunden hatte, wurden Sahme und Lela auf unseren Hof gebracht.

So kamen unsere ersten Kamerunschafe Sahme und Lela zu uns. Wir wussten nicht, dass Lela trächtig war. Bald schon wurde ein kleines Lämmchen auf unserem Hof geboren, das wir Maya nannten.

Kamerunschaf: Papa Sahme mit der kleinen Maya Kamerunschaf: Mutter Lela mit Maya auf der Wiese Kamerunschaft: Das kleine Lamm Maya liegt im Gras
Papa Sahme Mutter Lela Die kleine Maya
Bilder: Mai 2004. Kurz nach der Geburt von Maya

Sahme und Lela hatten beide schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht und waren daher recht scheu. Ganz anders erging es Maya. Sie lernte schon im Kindesalter die Menschen des Johannishofs als Freunde kennen und kommt daher gerne zu uns Menschen und lässt sich streicheln. Mit der Zeit lernte sogar ihr scheuer Vater Sahme durch Mayas Begegnungen mit uns und konnte seine alten Erfahrungen überwinden. Inzwischen kommt auch Sahme gerne zu den Menschen. Ihm bereitet es nun großes Vergnügen, wenn man ihm sein dichtes Fell bürstet.

Kamerunschaf: Das kleine Lamm turnt auf Papa herum Kamerunschaf: Die kleine Maya turnt auf den Balken herum
Papa Sahme ist der Beste Kamerunschafe sind sehr
geschickt im Springen

Ein kleiner Clip im MOV-Format (9 MB) und WMV-Format (5MB) zeigt die Lebensfreude von Maya den Kamerun Lamm als es etwa eine Woche alt war. Die schnellen Richtungswechsel sind Originalgeschwindigkeit!

[Aktualisierung]
Julian ist nun das Adoptivkind von Sahme und Lela und damit ein fester Teil der Kamerunschaffamilie auf unserem Hof geworden.


 

 

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Bilder: ©  Heimat für Tiere e.V.